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Was ist ein Buschenschank?

Der Buschenschank beziehungsweise Buschenschänke gehören zur österreichischen Kultur. Die Geschichte der Buschenschänke reicht bis ins 18te Jahrhundert zurück. Die rechtliche Grundlage für Buschenschänke wurde durch eine Zirkularverordnung von Kaiser Josef II 1784 geschafft. Es handelt sich hierbei um die Erlaubnis, dass jeder der Lebensmittel und Getränke erzeugt verkaufen und ausschenken darf. Hierbei darf sowohl der Preis der Lebensmittel als auch der, der Getränke selbst gewählt werden. Der Buschenschank ist eng verbunden mit dem Weinbau. Zu den typischen selbst erzeugten Lebensmittel und Getränken des Landwirts, die bei Buschenschänken serviert und verkauft werden zählen Wurstwaren (Geselchtes, Trockenwurst, Wildsalami etc.), Fleischwaren, Gemüse (alles aus dem eigenen Garten), Obst, Käse, selbst gemachte Aufstriche, hausgemachte Mehlspeisen und Brot. Zu den Getränken zählen Obstmost, Obstsäfte und Weine. Aber es dürfen insgesamt nur kalte Speisen serviert werden.

Später wurde die Verordnung geändert, nun wird der Ausschank kontrolliert. Außerdem darf der Landwirt Produkte zukaufen, die von regionalen Betrieben produziert wurden. Fleisch und Geflügel darf dann serviert werden, wenn zusätzlich ein „freies Gastgewerbe“ angemeldet wird. Das typische Gericht von Buschenschänken ist die „Brettljause“, diese besteht aus Trockenwürstl, Lendbratl, Aufstriche (Topfenaufstrich/Kernölaufstrich/Leberaufstrich), Speck, Kren, Verhackert, Tomaten, Gurken, Käse und Schwarzbrot. Dieses Gericht wird meistens auf einem Holzbrett serviert. Ebenfalls gibt es Gerichte für Vegetarier und seit kurzem auch für Veganer. Mehlspeisen, wie Krapfen, Apfelstrudel, hausgemachte Strauben werden ebenfalls gerne gereicht.

Nach einem Ausflug in der Steiermark, beispielsweise nach einer Wanderung oder in der Südsteiermark nach dem Besuch des Motorikparks in Gamlitz lohnt es sich vor der Heimreise einen Buschenschank aufzusuchen um noch einmal die Natur zu genießen, den Tag schön ausklingen zu lassen und sich selbst mit allerlei steirischen Schmankerln zu verwöhnen. Auch für Kinder ist der Besuch eines Buschenschanks immer ein Erlebnis. Viele haben Spielplätze an denen sich Kinder austoben können, andere haben weite Wiesen, auf denen sie fühlbar endlos laufen können. Danach gibt es ein ordentliches Glas Apfelsaft („gspritzt“) oder Traubensaft gegen den Durst. Da sich Buschenschänke mitten in der Natur befinden, gibt es allerhand zu entdecken. Kleine Bäche, durch die man hindurchwarten und Dämme bauen kann. Wälder (Mischwälder) mit vielen bunten Blättern mit denen man im Herbst Burgen bauen kann oder Laubhaufen in die man hineinspringen oder in denen man sich verstecken kann. (Eine Impfung gegen Zecken ist selbstverständlich empfehlenswert). Oder für Kletterbegeisterte, große Felsbrocken auf die man hinaufklettern kann, wenn man mutig ist. Man kann in den Wäldern Moos sammeln, mit dem man sich kleine Nester für den Osterhasen bastelt. Im Herbst kann man auch Schwammerl (Pilze) entdecken. Rundherum gibt es so einiges zu erkunden. Und die Eltern? Die können sich auf der Terrasse die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und die Ruhe genießen, ein paar Weine verkosten/kaufen und welche für ruhige Abendstunden mit nach Hause nehmen.

 

Heuriger oder Buschenschank? – Wo liegt hier der Unterschied?

Jedes Weinlokal darf sich „Heuriger“ nennen, der Begriff ist nicht geschützt, aber nicht jeder Heuriger darf sich Buschenschank nennen. Im Heurigen dürfen warme Speisen serviert werden. Im Buschenschank dürfen nur kalte Speisen serviert werden. In Wien und Umgebung gibt es die meisten Heurigen, die Buschenschenke gibt es eher in der Steiermark und in Burgenland vor allem entlang der südsteirischen Weinstraße. Den Besuch bei einem Buschenschank kann man außerdem gut mit einer Weinverkostung verbinden und anschließend direkt vor Ort erwerben. Bei Heurigen kann man zwar auch Jungweine der Saison verkosten, aber kaufen kann man diese nicht. Heurige können ganzjährig geöffnet haben, Buschenschänke hingegen haben nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Traditionell wird ein Wacholderzweig (eines „Buschens“- der Namensgeber des Buschenschanks) vor die Tür gehängt um mitzuteilen, wenn der Buschenschank geöffnet hat.

 



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